Hintergrund

Die Idee zum MatriArchiv entstand aus dem Bedürfnis, Matriarchatsliteratur für Forschende und Interessierte zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, bei der Planung einer neuen Publikumsbibliothek in St.Gallen das Angebot der Frauenbibliothek Wyborada mit einem wissenschaftlichen Schwerpunkt zu ergänzen. Seit 2007 steht dafür jährlich ein Medienkredit der Kantonsbibliothek Vadiana bereit. Auch die Dienstleistungen rund um die Benutzung werden von der Kantonsbibliothek erbracht.

Das MatriArchiv basiert zu einem wesentlichen Teil auf den Forschungsarbeiten von Heide Göttner-Abendroth. Ihre über Jahrzehnte gesammelte Matriarchatsliteratur bildet den Grundstock des MatriArchivs. Ausserdem schenkte die Autorin der Kantonsbibliothek ihr Gesamtwerk, das als Schenkung besonders gekennzeichnet ist. Weitere Bücher gelangen als Geschenke Privater in die Matriarchatsbibliothek.

Büchertips

Caliban und die Hexe

Silvia Federici: Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: Mandelbaum, 2012. 315 Seiten.

Caliban und die Hexe ist eine Geschichte des weiblichen wie auch des kolonialisierten Körpers während des Übergangs zum Kapitalismus. Ausgehend von den Bauernaufständen des späten Mittelalters und dem Aufstieg der mechanischen Philosophie untersucht Federici die kapitalistische Rationalisierung der gesellschaftlichen Reproduktion.

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Berggöttinnen der Alpen

Heide Göttner-Abendroth: Berggöttinnen der Alpen.
Matriarchale Landschaftsmythologie in vier Alpenländern.

Bozen, Edition Raetia 2016. 413 Seiten.

Die Autorin zeigt eine unbekannte Seite der Alpen und fasst ihre landschaftsmythologischen Forschungen in der Schweiz, in Deutschland, Südtirol und Österreich zusammen. Dabei betreibt sie Feldforschung und verknüpft das Wissen von Mythologie, Volkskunde, Sprachforschung und Geografie mit den archäologischen Funden aus den frühen Alpenkulturen. So gelingt es ihr, die alten Geschichten und Sagen zu erkennen, die in die Landschaft eingeschrieben sind.

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Ave Dea - 13 Göttinnen

Ulrike Pittner / Ursa Krattiger:
Ave Dea – 13 Göttinnen der griechisch-römischen Mythologie neu begegnen.

Rüsselsheim: Christel Göttert Verlag, 2015. 355 Seiten.

Ob Gaia, Hekate, Artemis oder Medusa – AVE DEA eröffnet eine neue Sichtweise auf scheinbar Bekanntes. Es lässt 13 Göttinnen der Antike zu Wort kommen, legt ihre Wurzeln frei bis in eine Kulturepoche, die älter ist als das Patriarchat, und spinnt Fäden bis in unsere Gegenwart. Barg die Büchse der Pandora wirklich alles Übel der Welt? War Hera wirklich nur die eifersüchtige Ehegattin? War Athene wirklich eine Kopfgeburt und Vatertochter?

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Rezension von Christa Mulack:
auf Fembio

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